Seebrücke-Demo: „Jena zum sicheren Hafen machen!“

In Jena findet am 6. März 2019 ab 17 Uhr eine Seebrücke-Demo mit dem Motto „Jena zum sicheren Hafen machen!“ statt. Wir teilen den Aufruf und unterstützen die Forderungen!

Während pro Tag rund sechs Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken, weil sie in ihren Heimatländern aufgrund von Krieg, Menschenrechtsverletzungen und immer öfter auch den Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr bleiben können, schottet sich die EU weiter ab. Dabei liefern wir die Gründe für ihre Flucht in Form von Rüstungsexporten, Gutgläubigkeit und weiß-mitteleuropäischen Bequemlichkeit. Trotzdem werden Rettungsprogramme beendet, das Vertrauen der Machthabenden liegt bei der sog. libyschen Küstenwache, welche die Flüchtenden aber lieber foltert und als Sklaven verkauft als sie zu retten. Zivile Rettungsmissionen werden behindert und kriminalisiert. Mit humaner Außenpolitik hat das schon lange nichts mehr zu tun!
Wir machen da nicht mehr mit! Jena zum sicheren Hafen und eine Ende dieser Praktiken – sofort! Demonstriert mit uns am 6. März und zeigt, dass ihr nicht einverstanden seid!

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gab es zuletzt ebenfalls Protestaktionen von Menschen, die ihre Solidarität mit flüchtenden Menschen zum Ausdruck bringen und zudem für eine mitmenschliche Willkommenskultur einstehen. Im öffentlichen Raum waren diese Statements zu sehen (Quelle: Soziale Netzwerke)

Saalfeld – Stadt der Demokratie und Mitmenschlichkeit

Saalfeld - Stadt der Demokratie und Mitmenschlichkeit

Gleich zwei Veranstaltungen finden am 18. Februar in der Saalfelder Innenstadt für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft statt.

Unter dem Motto „Marktplatz der Demokratie und Mitmenschlichkeit“ beleuchten wir als Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“ Ideen eines solidarischen Zusammenlebens in einer offenen Gesellschaft.
Mit Redebeiträgen zu gesellschaftspolitischen Themen und Entwicklungen, einem Infostand, Musik und heißem Tee laden wir ab 15.30 Uhr interessierte Menschen zur Veranstaltung auf dem Marktplatz ein und freuen uns auf interessante Gespräche.

Eine weitere Veranstaltung wird unter dem Motto „Kein Platz für menschenverachtendes Treiben im Kiez“ ab 15 Uhr vor dem Klubhaus stattfinden. Eine deutliche Positionierung erfolgt nicht nur von dieser Veranstaltung gegen eine menschenabwertende äußerst rechte Vereinigung, die unter dem Motto „Auge um Auge – dem antideutschen Terror eine Adresse geben“ mit kämpferischer Sprache aggressiv ab 16 Uhr vom Saalfelder Bahnhof Richtung Marktplatz ziehen möchte.

Jan Rabel vom Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“ hierzu: „Diese rechte Bewegung, die u.a. von Mitgliedern der NPD und der Partei „Die Rechte“ initiiert wurde, vollzog kürzlich mit Akteur*innen der „Alternative für Deutschland (AfD)“ scheinbar einen Schulterschluss. Die Gründung der „Freiheitlich Patriotischen Plattform“ innerhalb der AfD zeigt, dass in diesem Parteiflügel mit Uta Nürnberger nun ein THÜGIDA-Vorstandsmitglied im Gründungsvorstand der neuen ultra-rechten Plattform sitzt. Diese gibt vor demokratisch zu sein, während sie auf der anderen Seite mit menschenfeindliche Bewegungen und verurteilten Volksverhetzer*innen taktiert.“

Bereits am Vortag, dem 17. Februar, veranstaltet die „AG Gesellschaftskritik“ ab 16 Uhr auf dem Marktplatz eine Kundgebung unter dem Titel „Grundfragen der Republik sind kein Problem »rivalisierender Jugendgruppen«“. Verantwortung für den Staat und dessen Handlungen, die Idee der Nation, die einer kritischen Betrachtung bedarf, und die Unvereinbarkeit von völkischer Ideologie in einer freiheitlich-demokratischen Republik sowie der Umstand, dass Demokratie keine Wunschhotline ist, wird in Redebeiträgen thematisiert.

Ebenfalls findet am 17. Februar um 18 Uhr ein Friedensgebet in der Saalfeld Johanneskirche statt.