Ermordet von einem Neonazi – Gedenken an Axel U. aus Bad Blankenburg

Gemeinsame Pressemitteilung des „Bündnisses zum Gedenken an Axel U.“

Am 24. Mai 2001 wurde Axel U. von einem stadtbekannten Neonazi zusammengeschlagen. Axel U. erlag noch am Tatort seinen Verletzungen.

»Ohne Vorwarnung trat der Mann mit Springerstiefeln gegen Axels Brust und schlug ihn mit der Faust gegen die Schläfe. Axel fiel um und atmete nicht mehr«, wird der Hauptbelastungszeuge in einer damaligen Ausgabe der Ostthüringer Zeitung zitiert.

Die Staatsanwaltschaft Gera wollte, wie die Polizei, keinen rechten Hintergrund bestätigen und so taucht Axels Tod bis heute nicht unter den Fällen rechter Gewalt auf, die staatlich anerkannt sind.

Wir gedenken Axel U. am Freitag, den 24. Mai 2019, mit einer öffentlichen Kundgebung ab 17 Uhr in der Nähe des Freibads in Bad Blankenburg. Zugleich fordern wir die wissenschaftliche Überprüfung dieser Tat als rechte Straftat. Gemeinsam mit der Opferberatungsstelle ezra und Zeitzeug*innen werden wir in Redebeiträgen Axel U. und die Tat nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Ab 19 Uhr zeigen wir im evangelischen Gemeindesaal (Johannisgasse 2b, Bad Blankenburg) den Dokumentationsfilm „Das bilde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“. Daran anknüpfend folgt eine Podiumsdiskussion zum Thema „Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, die auf die Recherchen zum gezeigten Dokumentarfilm eingeht. Auf dem Podium sitzen Zeitzeugin Silke (Bürgerin aus Bad Blankenburg), Daniel Geschke (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena – IDZ) und angefragt ist der Regisseur des gezeigten Filmes, Jan Smendek (Filmpirat*innen). Moderiert wird die Veranstaltung von Franziska Schestak-Haase (ezra). Die Veranstaltung endet ca. 21 Uhr und der Eintritt ist kostenfrei.

Trailer zum Film „Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen:

AUSSCHLUSSKLAUSEL
Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.