Podiumsdiskussion „Anstieg rechter Gewalt und wie Zivilgesellschaft reagieren soll“

Am 3. September veranstaltet das Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (zumsaru) im Vortragsraum des Stadtmuseums Saalfeld um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Anstieg rechter Gewalt und wie Zivilgesellschaft reagieren soll“.

In eineinhalb Stunden diskutieren Robert Rutkowski (Blogger und Journalist aus Dortmund), Heike Döbler (Bürger*innen für Zivilcourage Kahla), Thomas Endter (zumsaru) und Gabriel (Gruppe Divergenz, Saalfeld) mit Moderatorin Carolin Hutter (Jugendredaktion Radio SRB) über das Erstarken rechter Netzwerke und deren Versuch die errungene Demokratie abzuschaffen, die Reaktion der Zivilgesellschaft darauf und über zukünftige Handlungsstrategien. Ebenfalls auf dem Podium vertreten ist Sven Peter von der Opfer*innenberatung ezra. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei der Anstieg rechter Gewalt, der nach einer statistischen Erhebung der Opfer*innenberatung ezra im ersten Halbjahr 2016 im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt thüringenweit am höchsten war.

Jan Rabel vom Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“: „Die gestiegene Anzahl rechter  Gewalttaten und die enorme Bereitwilligkeit der rechten Szene zu Übergriffen auf alle Menschen die sich nicht in deren Ideologie einfügen, bilden ein terroristisches Klima geprägt von niedersten  Instinkten. Betroffene rechter Gewalt sind junge Menschen genauso wie alte Menschen, Personen die optisch als „links“ vermutet werden, ebenso Personen die „zur falschen Zeit am falschen Ort“ zugegen waren. Verbal und tätlich Angegriffene, Überlebende rechter Gewalttaten verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität, dies sollte die Zivilgesellschaft vermitteln.“

Des Weiteren bietet die Veranstaltung die Möglichkeit sich aus dem Publikum heraus in die Diskussion einzusteigen, Fragen zu stellen und Erfahrungen einzubringen.

Das Bündnis lädt alle interessierten Menschen herzlich zur Diskussion ein, macht jedoch deutlich, dass entsprechend § 6 Abs. 1 VersG Personen, die äußerst rechten Parteien oder Organisationen angehören, der äußerst rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.